E-3: Tabuisierung von harmlosen Taten




Politisch korrekte Moralisten kratzen sich dort, wo sie fordern,

dass es andere jucken sollte


Zitat: "Natürlich fallen in diese Kategorie alle Elemente der Kontaktschuld, von der allerdings in einem separaten Abschnitt die Rede ist. Deshalb sollen hier andere Tabus genannt werden, die zunächst unwichtig und z.T. lächerlich erscheinen, aber gut als PaLü zur Beschädigung von missliebigen Personen eingesetzt werden können.


Erinnern Sie sich noch an die guten alten Zeiten, in denen man Frauen noch Komplimente mit einem scherzhaften und erotischen Unterton machen konnte, ohne sofort der sexuellen Belästigung bezichtigt zu werden? Haben sich die meisten Damen nicht geschmeichelt gefühlt, wenn man zu erkennen gab, dass man bemerkt hatte, dass sich unter dem weiten Ausschnitt etwas Pralles wölbte? Wenn sich heute eine Journalistin nach Monaten daran erinnert, dass ihr ein Politiker abends an der Bar nach einigen Gläsern Wein solche Komplimente machte, schreibt sie einfach einen anklagenden Artikel darüber und seine Karriere ist beendet.


Wenn ein solches Ereignis aber gar nicht stattgefunden hat, Sie aber trotzdem einen solchen Angriff wagen wollen? Kein Problem – Sie können das Ereignis bedenkenlos erfinden – allerdings nur wenn Sie eine Frau sind. Es steht immer Aussage gegen Aussage. Ideologisch korrekt ist es nämlich, immer den Frauen zu glauben, wenn sie sich über solche Komplimente beklagen, die neuerdings ein Tabubruch sind. Hoffnungslos wird die Lage für den angeschuldigten Mann, wenn man ein halbes Dutzend (anonymer) Frauen findet (oder erfindet), welche die gleichen Anschuldigungen vorbringen. Die Masse macht‘s – auch in solchen Fällen. In den USA sind schon zahlreiche berühmte Journalisten und Politiker mit dieser Methode zu Fall gebracht worden. Auch in Deutschland wendet man sie immer häufiger an.


Eine relativ neue Tabuisierung von früher normalen Handlungen betrifft Verkleidungen. Eine wichtige Attraktion beim Fasching und anderen Anlässen bestand ja darin, durch Kleider, Schminke und Perücken in fremde Rollen zu schlüpfen. Je origineller und extremer die Verkleidung war, umso besser. Das konnten Berufe (Arzt, Schornsteinfeger, Müller etc.) sein oder andere Kulturen und Ethnien (Afrikaner, Indianer, Eskimos etc.). Mit der PaLü einer angeblichen Diskriminierung, Herabsetzung und Beleidung anderer Kulturen wird nunmehr die Kostümierung von Erwachsenen und sogar von Kindern im Stile anderer Völker tabuisiert. Damit eröffnet sich Ihnen eine einfache Methode, diejenigen als Rassisten und rechtsextrem zu charakterisieren, die solche Kostümierungen tragen oder ihren Kindern dies erlauben."