E-1: Tabuisierung von Gedanken



Denkfreiheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.


Zitat: "Wenn Sie politische Aktionen oder gesellschaftliche Bewegungen hemmen oder unterstützen wollen, dann eignen sich besonders die Methoden der Rahmung. Sie bieten hierzu vielfältige Möglichkeiten, die genau auf die konkrete Situation angepasst und optimiert werden können. Allerdings handelt es sich hier schon um Vorgänge, bei denen die dahinter stehenden Gedanken oder Empfindungen bereits in konkretes Handeln umgesetzt wurden. Besonders, wenn man bestimmte Aktivitäten hemmen will, ist es oft schon zu spät: Viele Menschen haben sich organisiert, ihre eigene Filterblase aufgebaut, Energie und Herzblut in die Sache investiert und eine gewisse Solidarität untereinander entwickelt. Oft entsteht sogar eine Art Bunkermentalität.


Es ist deshalb wichtig, die Gedanken und Konzepte, die das Fundament unerwünschter Aktivitäten darstellen, zu tabuisieren. Sie sind also gut beraten, mit Hilfe von Journalisten und Internetplattformen in der veröffentlichten Meinung ein Klima zu erzeugen, in dem all jene, die unerwünschte Gedanken zum Ausdruck bringen, so stark und persönlich angegriffen werden, dass sie sich wie Aussätzige fühlen müssen. Dazu müssen Sie nur eine PaLü aus den Methodenpakten A bis D auswählen. Das funktioniert eigentlich immer. Selbst wenn diese Personen auch nach Löschung ihrer Kanäle in sozialen Medien oder durch die Ablehnung ihrer Artikel in den konventionellen Medien nicht ganz zum Schweigen zu bringen sind, ist doch die Signalwirkung auf andere der eigentliche Zweck solcher Aktionen. Viele Menschen werden beobachten, wie ein Abweichler behandelt wird und verstehen die Botschaft: Diese Gedanken sind tabu. Wer sie äußert, muss mit den gleichen Attacken rechnen. Freunde und Kollegen distanzieren sich – auch als Selbstschutz. Die berufliche Existenz kann zerstört werden. Also werden die meisten Beobachter sich langsam an das Tabu, welches solche Gedanken umrankt, gewöhnen und schweigen. Als Beispiele können unerwünschte Meinungen zur Flüchtlingspolitik oder zum Einfluss des Menschen auf das Klima dienen.


Gleiches gilt natürlich auch, wenn es darum geht, Meinungen zu unterdrücken, die sich gegen eine erwünschte politische oder gesellschaftliche Entwicklung richten. Es muss z.B. zu einem Tabu werden, Kritik an der gendergerechten Sprache in den Medien, in Stellungsausschreibungen und offiziellen Dokumenten zu üben. Besonders die PaLü-Methoden der Rahmung eignen sich, um dies zu erreichen. Gleiches gilt natürlich auch für Kritik an der Berichterstattung über Lesben, Schwule, Transen etc. oder der #meetoo- und Black-Lives-Matter- Bewegung.


Wenn die Äußerung solcher Gedanken mit der ständigen Angst vor öffentlichen Angriffen verbunden wird, entsteht mit der Zeit ein Tabu, welches von dem meisten Menschen schon bald als selbstverständlich, weil „politisch korrekt“ akzeptiert wird. Man darf den Faktor der allmählichen Gewöhnung nicht unterschätzen! Die Erfahrung hat gezeigt: Eine Tabuisierung, die anfänglich noch auf wütenden Widerstand stößt, wird im Laufe der Zeit Teil der Normalität."