A-4: PaLü durch Aufblasen kleiner Elemente innerhalb eines Betrachtungsrahmens



Manche Leute reden dauernd über Dinge, die sie sprachlos machen.


Zitat: "Legen Sie einen Luftballon, der mit einem Schlauch verbunden ist, auf ein Poster. Nun wird ein Rahmen darüber gesetzt, der so groß ist, dass der Luftballon klein und unbedeutend erscheint. Danach wird er jedoch Schritt für Schritt aufgeblasen, wobei jedes Mal ein Foto gemacht wird. Schließlich ist der Luftballon so groß, dass er den ganzen Rahmen ausfüllt. Der Betrachter ahnt nun nicht einmal mehr, dass es sich eigentlich um ein gerahmtes Poster handelte, in welchem der Luftballon ein kleines, leicht zu übersehendes Detail war. Nun überdeckt der Luftballon alles, nur weil er aufgeblasen wurde.

Wenn Sie also ein kleines Ereignis oder Problem innerhalb des Betrachtungsrahmens aufblasen, verblassen alle anderen hinter dessen scheinbar überragender Bedeutung. Zudem hat diese Methode aber auch einen weiteren Nutzeffekt: Sie eignet sich zur Profilierung von Aktivisten und den hinter ihnen stehenden Organisationen. Dies führt zur Erhöhung des Spendenaufkommens, welches u.a. den Job der Mitarbeiter dieser Vereinigungen sichert. Natürlich profitieren die Medien durch die Steigerung von Quoten und Auflagen davon, dass der aufgeblasene Ballon einer Nichtigkeit möglichst lange am Himmel schwebt. Die nachfolgenden Beispiele sollen das Prinzip illustrieren.


Ein großer Ölkonzern will eine alte Ölplattform billig entsorgen und plant, sie im Meer zu versenken. Eine Umweltorganisation braucht Geld und protestiert, weil auf diese Weise angeblich riesige Mengen Schwermetalle aus dem Anstrich der Plattform sowie Ölreste ins Meer gelangen: Die Ökosysteme werden angeblich großräumig kollabieren. Man ruft zum Boykott der Produkte des offenbar kriminell sparenden Konzerns solange auf, bis er einknickt. Die Analysen der Wissenschaftler, die nachweisen, dass aufgrund der vergleichsweise winzigen Mengen der Schadstoffe niemals eine Beeinflussung der Flora und Fauna im Meer eintreten kann, werden durch den Proteststurm der Aktivisten übertönt. Schließlich muss die Plattform an Land gezogen und zerlegt werden. Die Umweltaktivisten haben die Welt gerettet und erfreuen sind an den sprudelnden Spendengeldern.


Ein Labor entdeckt Spuren der giftigen Substanz Dioxin in Eiern. Der Austritt großer Mengen dieser Substanz aus einem Chemiewerk hatte vor Jahren in Indien viele Tote zur Folge. Sogar ein prospektiver Staatschef wurde damit heimtückisch vergiftet und hat gerade noch überlebt. Jetzt bricht ein Mediensturm los: Fast jeder ist sicher, dass er sich wohl schon mit dem Dioxin in den Eiern vergiftet hat und ebenso pockennarbig enden wird. Toxikologen werden dazu selten befragt, weil man von ihnen hört, dass ein Mensch etwa 100.000 Eier am Tag essen müsste, um erste Vergiftungserscheinungen zu spüren. Schon ist der Skandal der Tierquälerei durch die Massentierhaltung bei der Eierproduktion aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt."