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R-1: Einschleusung oder Nutzung von Informanten und Provokateuren



PaLü aus Fleisch und Blut: U-Boote und Maulwürfe.


Zitat: "Die Methodenbücher des früheren Ministeriums für Staatssicherheit sind in einem verklausulierten Behördendeutsch mit vielen Schachtelsätzen verfasst. Dennoch sind sie eine Quelle für Methoden skrupelloser Beeinflussung oder Zerstörung oppositioneller Organisationen. Sie haben allerdings nicht besonders gut funktioniert. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass bis zum Zusammenbruch der DDR keine unabhängigen Parteien erlaubt waren, also viele Methoden kaum größere Wirkung entfalten konnten. Ähnliche Methodenbücher gibt es sicherlich schon seit langer Zeit bei fast allen Geheimdiensten der Welt.


Es war also nicht erstaunlich, dass sich die zwei Führer der ersten Oppositionsparteien nach dem Zusammenbruch der SED-Herrschaft als Spitzel der Stasi entpuppten. Offensichtlich hatte man in letzter Minute versucht, diese Organisationen mit eigenen Leuten zu durchsetzen, um sie dadurch steuerbar und erpressbar zu machen. Genau das Gleiche passierte auch mit einer kurzlebigen rechtsgerichteten Partei in der BRD. Sie kam kurz in einige Parlamente, verzankte sich schnell untereinander und verschwand wieder. Als man versuchte, sie zu verbieten, stellte sich heraus, dass viele Leute in den Führungsebenen V-Leute des Verfassungsschutzes waren, also die Nachfolger der „inoffiziellen Mitarbeiter“ der Stasi. Man konnte deshalb das Verbot gerichtlich zunächst nicht durchsetzen. Die wichtigsten Zeugen für die angeblichen Missetaten dieser Organisation waren ja bezahlte Spione des Staates.


Wenn Sie also eine Partei für gefährlich halten oder nur einfach Konkurrenten klein halten wollen, sollte das Einschleusen von Spitzeln – auch Maulwürfe genannt – eine Standardmethode sein. Solche Personen dürften besonders in neuen Oppositionsparteien anzutreffen sein. Hier musste man sich nicht durch die Ochsentour nach oben buckeln. Alle sind Quereinsteiger, die sich wenig kennen. Die Maulwürfe können nicht nur den Kurs der Partei beeinflussen, sondern auch ständig wertvolle Informationen liefern. Für ihr politisches Überleben in der Partei ist der sorgfältige Gebrauch verschiedener PaLü-Methoden natürlich essenziell, denn sie müssen ständig auf der Hut sein.


Allerdings müssen Maulwürfe nicht zwangsläufig durch inländische Geheimdienste angeworben werden. Sie können auch von anderer Seite installiert worden sein. Die berufliche Entwicklung einiger führender Funktionäre deutet darauf hin, dass China, die USA und Russland hier ihre Finger im Spiel haben könnten. Es muss sich dabei keinesfalls um bezahlte Agenten handeln. Es ist viel effektiver, wenn man gegen bestimmte Leute etwas in der Hand hat, womit man sie erpressen kann. Da bieten sich frühere berufliche Tätigkeiten und dadurch entstehende Verstrickungen und persönlichen Abhängigkeiten natürlich an. Dies könnte z.B. eine langjährige Tätigkeit im chinesischen Bankensystem oder in den Kommandozentralen der NATO sein."

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