J-1: PaLü zur Vermittlung der Illusion von Pressefrei-heit und redaktioneller Unabhängigkeit



Wer nicht lügt, der fliegt.


Zitat: "Die bedeutenden Medien sind in der Regel entweder Teil großer Konzerne oder faktische Staatsmedien. Wirkliche Pressefreiheit und redaktionelle Unabhängigkeit haben jedoch vielfältige und kleinteilige Besitzverhältnisse zur Voraussetzung. Wenn wenige große Konglomerate allerdings praktisch alle Medien beherrschen, bestimmen automatisch deren finanzielle und strategische Interessen die politische Ausrichtung ihrer publizistischen Aktivitäten. Alles andere wäre aus institutioneller Sicht nicht nur irrational, sondern geradezu unverantwortlich.


Deshalb ist es so wichtig, mit PaLü-Methoden ständig das Gegenteil zu behaupten. Dies bedeutet, Sie müssen so oft wie möglich und öffentlich die redaktionelle Unabhängigkeit innerhalb dieser Medien und die unbeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit im Allgemeinen als höchstes Gut behaupten und loben. Beachten Sie dabei aber Folgendes: Auch diese passive Lüge entfaltet ihre Wirksamkeit am besten durch die ständige Wiederholung. Dies ist besonders wichtig angesichts der ständigen Entlarvung einseitiger und „ideologisch korrekter“ Berichterstattung, die in den alternativen Medien und Kommentaren im Internet täglich zu lesen und zu hören ist.


Das Verhalten der Mainstream-Medien unterscheidet sich nicht grundsätzlich von dem in den ehemaligen sozialistischen Staaten. Es werden nur andere politische Botschaften propagiert. In den USA gehören die wichtigen Fernsehstationen mit politischen Programmen wenigen großen Telekommunikationskonzernen oder großen Medienkonglomeraten. Viele Zeitungen sind im Besitz von Milliardären. In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern dominieren die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten die politische Berichterstattung und werden üppig durch Zwangsgebühren finanziert. Es haben sich dort auch Seilschaften von Journalisten festgesetzt, deren linke und grüne Ideologisierung einen erheblichen Gruppenzwang erzeugt.


Tanzen einige Journalisten – gelegentlich sogar Schwergewichte unter ihnen – aus der Reihe, werden sie schnell wegen kleinster Abweichungen vor die Tür gesetzt. Das können sogar missverständlich formulierte Twitter-Botschaften sein. Gelegentlich ist auch die „Killer-Methode“ der angeblichen sexuellen Belästigung erfolgreich. Auf diese Weise wurden in den USA schon viele, scheinbar unangreifbare Journalisten entsorgt.


Auf diesem Hintergrund besteht Ihre propagandistische Aufgabe darin, den Anschein einer unbegrenzten Presse- und Meinungsfreiheit zu wahren. Es reicht jedoch nicht, dies ständig zu behaupten. Besser ist der erregte Kampf gegen ein Phantom, welches in Form einer PaLü an die Wand gemalt wird. Dann können Sie recht einfach Schaukämpfe gegen die Verletzung dieser sakrosankten Werte inszenieren. Wenn also in regelmäßigen Abständen - und auch bei relativ unbedeutenden Anlässen - ein medialer Aufschrei wegen angeblicher Verletzung der Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland erfolgt, dann impliziert dies ja, dass diese Freiheit ansonsten tatsächlich besteht. Wie auch bei anderen „Grundwerten“ erfolgt die Beschreibung von Pressefreiheit nicht durch ihre klare Definition, sondern mit Hilfe der Empörung über deren Verletzung. Die wutschäumende Erregung ist eine sehr wirksame Methode, den Anschein von Wahrhaftigkeit zu erwecken."