F-2: PaLü der Schuldprojektion durch Beleidigt-Sein



Du solltest oft beleidigt sein, das wäscht von mancher Schuld dich rein.


Zitat: "Ein prominenter Islamforscher, der aus einem kleinen, strikt islamischen Dorf in Ägypten stammt, kam auf Umwegen zum Studium nach Europa. Überall fühlte er sich in seiner Religion und Tradition missachtet. Im Laufe seiner Studien veränderte sich sein Bild vom Islam drastisch und er legte fast alle seiner Überzeugungen aus der Vergangenheit ab. Rückblickend auf seine ersten Jahre in Deutschland stellte er sinngemäß fest, dass er ständig mit dem gleichen Reflex reagierte: Ich bin Muslim, also bin ich beleidigt. Extrem konservative Muslime fühlen sich durch Karikaturen des Propheten Mohamed zuweilen so beleidigt, dass sie brutale Morde nicht nur an den Autoren, sondern auch an deren Publizisten ausführen. Sogar ein Lehrer, der diese Karikaturen im Unterricht als Anschauungsmaterial und Diskussionsgrundlage zeigte, wurde auf offener Straße bestialisch hingerichtet. Die Schuld an ihrem Tod trügen nach Meinung der Fanatiker die Beleidiger, nicht die Mörder, die ja nur die rächende Hand Allahs waren.


Was ist das Ergebnis dieser Erfahrungen? Es werden alle Abbildungen, Karikaturen und Texte, die als Beleidigungen von Mohamed oder des Islam angesehen werden, gehorsam von der westlichen Mehrheitsgesellschaft „gecancelt“. Sogar deren Erwähnung in den Medien oder Schulen wird in vorauseilendem Gehorsam vor dem möglichen Beleidigt-Sein rigoros vermieden. Demgegenüber bleiben satirische Darstellungen zentraler Figuren des Christentums aufgrund der verfassungsrechtlich garantierten Meinungsfreiheit fast unbeachtet und natürlich auch straffrei. Offenbar gelten diese Verfassungsgrundsätze in Bezug auf den Islam nicht.


Aber es gibt noch viele andere Gründe, welche Muslime in westlichen Gesellschaften ständig zum Vorwand nehmen, um sich beleidigt zu fühlen. Das sind Regeln gegen das Tragen von Kopftüchern von Frauen in offiziellen Positionen, die Verwendung von Schweinefleisch bei den Mahlzeiten in Schulen oder Gefängnissen, die mehrheitlich vom Menschen muslimischen Glaubens frequentiert werden. Sogar der Anblick einer Lehrerin, die auf dem Schulhof eine Wurststulle isst, stellt bereits eine Beleidigung dar, denn man kann muslimischen Schülern angeblich nicht zumuten, anzusehen, wie jemand etwas verspeist, das nicht „halal“ ist. Es ist schon schlimm genug, dass sie den Unterricht von ungläubigen Frauen erdulden müssen. Also wird auch hier „gecancelt“. Man ist dazu übergegangen, in Gefängnissen keine Gerichte mit Schweinefleisch anzubieten, weil dort mehr als Hälfte der Insassen Muslime sind. Genau das Gleiche erfolgte in vielen Schulen mit einem hohen Anteil schon Schülern aus muslimischen Familien. Die Deutschen haben sich dort eben der lauten und beleidigten Mehrheit anzupassen!


Überall lauert also die Beleidigung als Ausdruck von Diskriminierung. So wird die Schuld für Integrationsverweigerung, Bildungsversagen und Abgrenzung in Parallelgesellschaften auf die westliche Gesellschaft projiziert. Das ist eine typische PaLü. Das Beleidigt-Sein und die Schuldprojektion sind ein wunderbarer und bequemer Schutz gegen die Einsicht in das eigene Versagen und deshalb besonders attraktiv.